Der Vier-Quellen-Weg im Gotthardmassiv

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Der Vier-Quellen-Weg im Gotthardmassiv

Bereits eine Erfolgsgeschichte

Mit Baubeginn 2009 wurde die Vision von Wanderweg-Experte Paul Dubacher aus Seedorf UR verwirklicht, im Gotthardmassiv einen alpinen Rundweg zu realisieren. Die Idee war, die vier Quellen von Rhein, Reuss, Ticino und Rhone, welche alle im Gotthardmassiv liegen, mit einem Wanderweg-Netz zu verbinden. Am 5. August 2012 erfolgte unter Beisein von Bundesrat Ueli Maurer die offizielle Eröffnung auf dem Gotthardpass. Heute, nach lediglich drei Jahren, zeigt sich das Projekt in jeglicher Hinsicht überaus erfolgreich. Jährlich wandern schätzungsweise zwischen 5’000 bis 7’000 Personen aus dem In- und Ausland auf diesem einzigartigen Wegnetz während einem oder auch mehreren Tagen. Damit wird eine zusätzlich grosse Wertschöpfung erreicht, was auch im Zweck der Stiftung Vier-Quellen-Weg im Gotthardmassiv liegt und von welcher anliegenden Tourismusregionen, die Unternehmen der öffentlichen Verkehrsmittel, die Gastronomie bis hin zu den abgelegenen Berghütten profitieren.

Fünf- Tage-Wanderung
Der Vier-Quellen-Weg ist ein familienfreundlicher, signalisierter Wanderweg von rund 85 Kilometern Länge. Er kann in einzelnen Tagesetappen oder in einer zusammenhängenden fünftägigen Wanderung mit Übernachtungsmöglichkeiten zurückgelegt werden. Je nach Wetterlage ist der Vier-Quellen-Weg von zirka Mitte Juni bis Mitte Oktober begehbar. An den Ausgangs- und Endpunkten der Etappen befinden sich jeweils Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel. Das Höhenprofil liegt zwischen 1400 bis 2700 Meter. Der Vier-Quellen-Weg führt durch Alpweiden, Wälder, ausgedehnte Feuchtgebiete mit Bächen, Tümpeln, kleinen Seen und Mooren, durch karge Gebiete oberhalb der Waldgrenze und Gegenden mit unterschiedlichen Gesteinsarten. Auf der Wanderung kann eine grosse Vielfalt an Pflanzen, Tieren, geologischen Schönheiten und Zeugnissen aus der Vergangenheit beobachtet werden. Der Wanderführer zum Vier-Quellen-Weg liefert interessante Beiträge und Bilder dazu.

2014 mit dem Prix Rando ausgezeichnet!
Der Verband Schweizer Wanderwege hat heute auf dem Berner Hausberg Gurten die Stiftung Vier-Quellen-Weg im Gotthardmassiv mit dem Prix Rando ausgezeichnet. Der mit 10’000 Franken dotierte Hauptpreis wurde für qualitativ herausragende Wanderweg-Infrastrukturen verliehen.

«Die Jury hat den Vier-Quellen-Weg wegen seiner schonenden Bauweise, der vorausschauenden Unterhaltslösung und der beispielhaften Zusammenarbeit der Tourismusorganisationen prämiert», sagte Jury-Präsident Peter Jossen an der Preisverleihung in Bern. Gelobt wurden auch die gute

Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die gute Kommunikation und Vermarktung, die Detailpflege beim Bau und die thematisch interessante Verbindung von vier wichtigen Flussquellen in einer mehrtägigen Wanderung.

Etappe 1: Vom Oberalppass zur Rheinquelle
Die erste Etappe führt vom Oberalppass zur Rheinquelle beim Tomasee und endet bei der Vermigel-Hütte. Der höchste Punkt befindet sich beim Maighelspass (2421 m), wo der idyllische Portgerensee zum Verweilen einlädt.

Wegverlauf: Oberalppass (2044 m) – Tomasee (2345 m) – Val Maighels – Maighelspass (2421 m) – Alp Portgeren – Vermigel-Hütte (2042 m).

Etappe 2: Über den Giübin zum Gotthardpass
Die zweite Etappe startet bei der Vermigel-Hütte und endet auf dem Gotthardpass. Sie führt zum höchst gelegenen Ort des Vier-Quellen-Wegs, dem Piz Giübin (2776 m), einem grossartigen Aussichtspunkt.

Wegverlauf: Vermigel-Hütte (2042 m) – verborgenen Plangge (2428 m) – Sellapass (2701 m) – Piz Giübin (2776 m) – Sellasee (2256 m) – Gotthardpass (2091 m)

Etappe 3: Vom Gotthardpass zur Reussquelle
Zur dritten Etappe starten wir auf dem Gotthardpass. Wir wandern dem Lago Lucendro entlang, entdecken am Fusse des Lucendropasses die Quelle der Reuss und überqueren den Pass. Nach einer langen, aussichtsreichen Höhenwanderung über dem Bedrettotal gelangen wir zur Piansecco-Hütte.

Wegverlauf: Gotthardpass (2091 m) – Lucendro-Stausee – Lucendropass (2522 m) – Rosso di fuori (2126 m) – Höhenweg Bedrettotal – Piansecco-Hütte (1982 m).

Etappe 4: Zum Quellgebiet des Ticino
Die vierte Etappe führt uns von der Piansecco-Hütte zum Quellgebiet des Ticino unterhalb des Nufenenpasses. Weiter geht es über den Nufenenpass und durch das Ägenetal nach Ulrichen/Obergesteln. Der höchste Punkt dieser Wanderung ist der Nufenenpass.

Wegverlauf: Piansecco-Hütte (1982 m) – Alpe di Manio – Alpe di Cruina – Quellgebiet Ticino – Nufenenpass (2440 m) – Ladstafel (1925 m) – Kittbrigg (1533 m) – Obergesteln / Ulrichen (1351 m / 1346 m).

Etappe 5: Vom Obergoms zur Rhonequelle
Die letzte Etappe führt von Obergesteln über Oberwald, Gletsch und Muttbach hinauf zum Furkapass und von dort zu einem Aussichtspunkt über den Rhonegletscher. Die Quelle der Rhone betrachten wir aus Distanz.

Wegverlauf: Obergesteln (1355 m) – Oberwald (1368 m) – St. Nikolaus (1470 m) – Gletsch (1757 m) – Muttbach, Station Dampfbahn (2170 m) – Furkapass (2429 m) – Aussichtspunkt oberhalb Hotel Belvédère – Hotel Belvédère (2271 m).

Geschäftsstelle Vier-Quellen-Weg

Paul Dubacher
Wyden 28
6462 Seedorf

Telefon 041 870 31 37
Mobile 079 581 70 24
paul.dubacher@vier-quellen-weg.ch

Weitere Informationen und Wanderführer:
www.vier-quellen-weg.ch
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